Tag 50 (23.02.2007)

Mit dem Geländewagen zur Schule
Der Tag beginnt früh, die Luft ist heiß und drückend, ein Tag afrikanischer Alltag erwartet mich! Wir starten um 6 Uhr und fahren zu den Kindern nach Mbagala nach Hause, um sie in die Schulen zu bringen. Alle sind schon wach und erwarten uns mit Tee. Der Wachmann für die nächtliche Sicherheit des Hauses ist auch noch da. Nach wenigen Minuten fahren wir gemeinsam los. Für die Kinder ist es eine ungewöhnliche Art, zur Schule zu fahren. Mit ihrem „Papa" Daniel werden sie in einem großen Geländewagen direkt auf das Schulgelände gebracht. Welch ein Tag! Die Gefühlslage der Kinder liegt zwischen stolz sein, sich besonders gewürdigt fühlen und sich ein bisschen zu schämen. Für mich ist es ein ganz wunderbares Erlebnis, so direkt am Alltag teilnehmen zu können. Ein ganz besonderer Moment ohne Fassade und ganz nah.

Eine neue Rücksitzbank
Alle Kinder abgeliefert in der X und in der Y school, stärken wir uns am Wegesrand mit Tee, Chapati (Fladenbrot) und XY. Nun machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Der Geländewagen erhält nun endlich die lang ersehnte und erbettelte, gebrauchte Rücksitzbank. Auf dem Weg dorthin halten wir an einem ungewöhnlichen Carwash. Gegenüber von einem Dutzend Strafgefangene, die unter Aufsicht Bäume fällen, warten fünf fleißige Afrikaner auf den nächsten Kunden. Für 3.000 Schilling wird das Fahrzeug vom Dach bis zum Unterboden gründlichst gereinigt. Vor einem großen schwarzen Tor angekommen, warten wir auf den Inder Tony, um die besagte Rücksitzbank in Augenschein zu nehmen und montieren zu lassen. Nach prüfenden Blicken öffnet uns ein Mitarbeiter das Tor. Wir stehen auf dem Hof zwischen 40 Fuß langen Überseecontainern, Baumaschinen, Jeeps, einem Wohnhaus und LKW-Motoren. Der lustige und etwas aufdringliche Inder zeigt uns nun die Bank. Sie sei „perfect and the right one". Nun denn: mit viel Liebe, einem Schweißgerät und fünf Fachkräften wird das jahrzehntealte und sehr verlebte Stück montiert.
Es geht weiter. Die Innenstadt von Dar es Salaam ist erreicht, wir wechseln Geld. Angekommen in der Wechselstube wird das Geschehen von grimmig schauenden Afrikanern mit klassischen Pumpguns bewacht. Der Kurs stimmt, wir sind in Sicherheit, es geht zurück ins Hotel. Nach 8 Stunden Alltag in Afrika, viel Lärm und noch mehr Abgasen, Staub, Hitze und sehr vielen Eindrücken bin ich erschlagen. Ich bin müde, mir ist schlecht, der Kopf schmerzt. Ich dusche, lege mich ins Bett und bin trotzdem froh und glücklich.
Es geht weiter. Die Innenstadt von Dar es Salaam ist erreicht, wir wechseln Geld. Angekommen in der Wechselstube wird das Geschehen von grimmig schauenden Afrikanern mit klassischen Pumpguns bewacht. Der Kurs stimmt, wir sind in Sicherheit, es geht zurück ins Hotel. Nach 8 Stunden Alltag in Afrika, viel Lärm und noch mehr Abgasen, Staub, Hitze und sehr vielen Eindrücken bin ich erschlagen. Ich bin müde, mir ist schlecht, der Kopf schmerzt. Ich dusche, lege mich ins Bett und bin trotzdem froh und glücklich.
Bericht von Jan Köhler







