Trail for Africa - Fahrt in die Zukunft
Aktuelle Meldung IV
Daniel Preuß über den Trail for Africa:
„Als der Trail for Africa letzte Woche in Dar es Salaam angekommen ist, fühlte ich mich erschöpft, aber auch aufgeregt und voller Freude. Endlich haben wir es geschafft.

Die Kinder aus den Waisenhäusern haben uns herzlich empfangen. Die Jungs standen ums Auto und sagten safi sanan zu mir, was auf Deutsch sehr gut heißt. Alle Kinder haben sich mit uns gefreut und mich mit Fragen bombardiert: Wie war die Reise? Was heißt Wüste? War es gefährlich?... Die letzten sieben Wochen haben sie mit uns gebangt und gebetet, dass alles gut geht. Bevor ich wieder nach Deutschland fliege, werde ich mit ihnen einen Abend verbringen, an dem ich ihnen ausführlich von der Fahrt erzähle und ihnen die Bilder auf dem Notebook zeige.

Seit ich die Kinder im Oktober 2006 das letzte Mal gesehen habe, sind sie größer geworden und sie sprechen besser Englisch. Sie wachsen ganz normal heran. Eine Normalität, die hier Luxus ist.

Wir haben unser Ziel erreicht. Der Trail for Africa hat Aufmerksamkeit auf die Situation der Kinder und auf unsere Projekte gelenkt. Was sich daraus entwickelt, lässt sich jetzt noch nicht abschätzen. Ich habe aus Deutschland von verschiedenen Seiten ein sehr positives Feedback erhalten und von einigen Unternehmen die Zusage, dass sie uns künftig unterstützen werden.

Wir werden in der Lage sein, dieses Jahr unser eigenes Grundstück zu kaufen. Parallel können wir damit anfangen, ein weiteres Haus für Waisenkinder zu bauen. Ein praktischer Effekt des Trails ist, dass ich ein Auto vor Ort habe, das hier dringend gebraucht wird.

Der Trail hat mir persönlich viel Sicherheit gegeben. Ich weiß jetzt, dass Afrika nicht mehr Risiko für mich bedeutet, als in Deutschland von A nach B zu fahren. Die Haltung den Menschen gegenüber ist hier das Entscheidende. Während der Fahrt habe ich die Erfahrung gemacht, dass es in Regionen, die als nicht sicher gelten, hilfreich sein kann, selbst grimmig oder gefährlich aussehenden Menschen freundlich und ohne Angst zu begegnen.

Durch den Trail for Africa wurde ein Pfad zur Hilfe eröffnet. Es tut sich etwas. Menschen fragen, wollen helfen und unterstützen. Sie sehen Afrika jetzt mit anderen Augen, dank des Trails for Africa.

Danke für die Hilfe aus Deutschland. Danke an die Menschen, die ein Herz für Afrika, ein Herz für Afrikas Kinder haben. Danke an die, die abgeben, die wissen, wie gut es ihnen geht, die teilen und damit ihr Glück verdoppeln. Danke an alle, die uns so unterstützen und die durch ihre Hilfe unsere Arbeit für die Kinder hier ermöglichen.

Danke.“
Daniel Preuß
Streetkids International e.V. Streetkids International e.V. Streetkids International e.V.